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FAQ

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zu unserem Waldkindergarten

Was ist eigentlich ein Waldkindergarten?

Ein Waldkindergarten ist ein Kindergarten ohne Türen und Wände. Die Kinder verbringen gemeinsam mit drei pädagogischen Fachkräften den ganzen Vormittag im Wald. Hierfür stehen ihnen verschiedene Plätze im Einklang mit der Natur zur Verfügung.
Dort wird gespielt, gesungen, geklettert, neues entdeckt und ausprobiert.

Ist ein Waldkindergarten in der heutigen Zeit nicht weltfremd?

Aufgrund der kleinen Gruppengröße können wir im Waldkindergarten individuell auf die Kinder eingehen. Außerdem bietet die Natur einen unerschöpflichen Lernraum.

Wer kann aufgenommen werden?

Erfahrungsgemäß tut der Waldkindergarten allen Kindern gut. Ob Mädchen oder Junge , ob wild, schüchtern oder zart. Jedes Kind entwickelt sich entsprechend seiner Persönlichkeit weiter.

Sind die Kinder bei jedem Wetter draußen?

Grundsätzlich gilt: Jeder Witterung kann mit geeigneter Kleidung begegnet werden. Bei extremer Witterung besteht die Möglichkeit zum Aufwärmen/Schutz im Häusle oder im Bauwagen.

Ist der Waldkindergarten wirklich spielzeugfrei?

Tatsächlich verzichten wir auf Spielzeug, wie es in Regelkindergärten vorhanden ist. Die Kinder spielen mit den unbegrenzt vorhandenen Materialien, die der Wald bietet, z.B. Stöcke, Zapfen, Erde, Holz, Blätter, Schnee ... Als Ergänzung steht den Kindern Schaufeln und Eimer außerdem verschiedenes Werkzeug (Säge, Schnitzmesser, Hammer...) zur Verfügung. Außerdem gibt es bei trockenem Wetter bei Bedarf: Malutensilien, Bücher, Bastelsachen, Seile und Hängematten.

Was lernen die Kinder im Wald?

Wir arbeiten auf der Grundlage des Orientierungsplanes für Bildung und Erziehung, genau wie in den Regelkindergärten. Die Entwicklung des Kindes soll zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit gefördert werden (§22 Abs. 1). Elementare pädagogische Kraft ist die Natur selbst, Lebens- und Naturerfahrungen aus erster Hand und das Lernen mit allen Sinnen.

Wird im Wald Vorschule angeboten?

Die Förderung beginnt nicht erst im letzten Jahr vor der Schule, sondern schon ab dem ersten Tag im Wald. Im täglichen Morgen- und Abschlusskreis üben die Kinder das Zählen und Sprechen vor der Gruppe sowie zuhören, stillsitzen, Regeln einhalten. Daher werden altersspezifische Aktivitäten, Projekte und Aktionen angeboten.

Wie sind Waldkinder auf die Schule vorbereitet?

Der Übergang in die Schule findet in Kooperation mit der Grundschule vor Ort statt. Es sind keine nachteiligen Unterschiede gegenüber Kindern aus Regelkindergärten bekannt. Zudem gibt es bereits eine Menge Waldkinder, die in die Schule gehen und diese gut meistern.

Werden im Waldkindergarten Ausflüge unternommen?

Von Jahr zu Jahr werden Ausflüge in die Planung aufgenommen, die sich je nach Bedürfnis der Gruppe oder bestimmten Themenangeboten unterscheiden z.B. den Bachtag, Besuch bei der Feuerwehr, Kartoffelernte...

Welche Ausrüstung brauchen die Kinder?

Damit sich die Kinder auch bei Kälte und Regen wohlfühlen ist eine der Witterung angemessene Kleidung besonders wichtig. Diese finden sie in unserer Ausrüstungsliste

Gibt es im Wald Regeln?

  • Die Kinder bleiben in Sicht- und Hörweite der Erzieher.
  • An bestimmten Haltepunkten wartet jedes Kind, bis alle diesen Ort erreicht haben.
  • Mit Stöcken wird nicht gerannt.
  • Geschnitzt wird nur im Sitzen, gesägt nur an ausgemachten Plätzen. Beides erst nach Absprache mit den Erziehern.
  • Tote Tiere und Kot werden nicht angefasst.
  • Wir lassen keinen Müll im Wald liegen.
  • Wir gehen achtsam mit Tieren und Pflanzen um und belassen sie nach Möglichkeit in ihrem Lebensraum (Wenn wir ein Tier beobachten, lassen wir es schnell wieder frei).
  • Vor dem Essen werden die Hände gewaschen. Außerdem werden schmutzige Hände nicht in den Mund gesteckt.

Wo gehen die Kinder aufs Klo?

Zur Toilette gehen die Kinder abseits des Spielbereiches in den Wald. Für das große Geschäft hat die Gruppe eine Schaufel und Klopapier dabei.

Wie schützt man sich vor Zecken?

Vorweg: Der Gefahr von Zeckenstichen sind nicht nur Waldkinder ausgesetzt. Sie besteht ebenso im eigenen Garten oder auf dem Spielplatz.

Die Kinder tragen lange Kleidung und eine Kopfbedeckung. Außerdem werden die Hosenbeine in die Socken gesteckt. Zusätzlich können die Kinder mit einem Zecken- mittel geschützt werden. Wenn die Kinder nach Hause kommen, heißt es Waldkleider ausziehen, nach Zecken absuchen und gegebenenfalls entfernen. Je später die Zecke entfernt wird, desto größer ist die Infektionsgefahr.

Zum Schutz gegen Fuchsbandwurm und Giftpflanzen gibt es wichtige Regeln:

  • Es wird nichts roh aus dem Wald gegessen
  • Vor dem Essen werden die Hände gründlich gewaschen
  • Schmutzige Hände werden nicht in den Mund gesteckt.

Verletzungsgefahr im Waldkindergarten?

Durch viel Bewegung in der Natur lernen die Kinder in der Regel Gefahren besser einzuschätzen, Es wird ein Erste-Hilfe Koffer mitgeführt. Alle pädagogischen Fachkräfte nehmen regelmäßig an Erste-Hilfe Kursen teil. Über ein Mobiltelefon kann bei Bedarf sofort ein Notruf gesendet werden.

Ihre Frage ist hier nicht beantwortet?

Dann mailen Sie uns: waldkindergarten@deizisau.com

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